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Gesunde Ernährung: Essbare Pflanzenblüten

Basilikum, Salbei, Thymian: In fast jeder Küche sind zahlreiche gesunde Kräuter zum Würzen zu finden. Häufig werden nur die Blätter verwendet. Doch bei vielen Pflanzen sind auch die Blüten essbar. Deren Geschmack ist meist besonders intensiv.

Eine pflanzliche Ernährung hilft nicht nur beim Abnehmen, sondern fördert auch die Gesundheit. Neben wertvollen Vitaminen, Mineralien und Ballaststoffen sind es oft enthaltene sekundäre Pflanzenstoffe, die dazu beitragen, den Körper zu schützen. Auch viele Kräuter sind für die Gesundheit hervorragend geeignet.

Heißt es doch in einem alten Sprichwort: „Gegen jedes Leiden ist ein Kraut gewachsen.“ Von vielen Pflanzen werden nur die Blätter verwendet, doch auch deren Blüten können oft verzehrt werden; sie sind zumeist besonders geschmacksintensiv.

In vielen Pflanzenblüten steckt richtig viel Geschmack, weiß der Bio-Gärtner Christian Herb, der in Kempten (Allgäu) eine Bio-Gärtnerei führt, die Teil des Netzwerks Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau ist.

„Die Pflanzen stecken ihre volle Kraft da rein“, erklärte Herb auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin laut einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa.

Das hat zur Folge, dass die Blüten im Vergleich zur restlichen Pflanze besonders viele ätherische Öle und Geschmacksstoffe enthalten.

Laut Herb seien Basilikumblüten noch intensiver als ihre Blätter. Und bei vielen Kressesorten sowie Rautengewächsen schmecken die Blüten laut dem Fachmann „wie die Blätter, nur zarter“.

Die Blüte des roten Ananassalbeis, die eine leicht süßliche Note entfaltet, enthält auch eine Menge Antioxidantien. Diese schützen unsere Zellen vor freien Radikalen.

Hornveilchenblüten schmecken pur oder auf einem Butterbrot. Zudem sind sie als Dekoration für Salate hervorragend geeignet. „Das Auge isst schließlich mit“, sagte Herb laut dpa. Ihr Geschmack erinnere „ein wenig an Marzipan“.

Wie es in der Meldung heißt, sei im Prinzip die Blüte fast jeder Pflanze essbar, vorausgesetzt sie ist ungiftig. Bei Nachtschattengewächsen wie Tomaten und Kartoffeln ist jedoch Vorsicht angebracht.

Herb zufolge enthalten diese beiden Gemüsesorten Giftstoffe, weshalb sich nach dem Verzehr Übelkeit einstellen könne.

Bei manchen Pflanzen besteht Verwechslungsgefahr. So seien bei Doldenblütlern der essbare Kerbel und der hoch giftige Gefleckte Schierling fast nicht zu unterscheiden. Selbst der Bio-Gärtner Herb habe hier mitunter Probleme, gibt er zu.

Blumen, Kräuter oder Naturheilmittel lassen sich auch einfach selbst anbauen. Etwa im eigenen Garten oder im Blumenkasten auf dem Balkon.

Wenn Spaziergänger in der Natur Pflanzen wie Lavendel oder Löwenzahn pflücken und essen wollen, sollten sie aber zuvor sichergehen, dass diese nicht wegen einer nahe gelegenen Straße abgasbelastet sind.


Die gesunde Wirkung essbarer Blüten

  • Gänseblümchen im Salat liefern reichlich Vitamin C, schützen vor Sommerschnupfen.
  • Die Blüten der Kapuzinerkresse im Salat und auf Suppen versorgen uns mit Magnesium  und geben Salaten und Gemüse eine leichte Schärfe. Es gibt orangefarbene und rote Kresse-Blüten.
  • Veilchen passen besser auf eine Dessertcreme oder auf ein Stück Kuchen. Da wirken Sie beruhigend, stärken die Nerven.
  • Rosenblüten sollten Sie auf Frischkäse-Brötchen und auf Speiseeis legen. Sie liefern Duftstoffe, welche sich positiv auf die die gute Laune auswirken.
  • Stiefmütterchen auf einem Butterbrot schauen nicht nur wunderschön aus. Sie wirken auch blutreinigend, fördern den Stoffwechsel und stärken die Atemwege.
  • Die gelben bis orangefarbenen Ringelblumen-Blüten schmecken vollmundig und fruchtig. Obendrein wirken sie krampflösend und stimmen harmonisch.
  • Chrysanthemen-Blüten auf einem Stück Brot werden Ihre Gäste am Buffett faszinieren. Außerdem stärken sie den gesamten Organismus und bekämpfen Müdigkeit sowie Leistungschwäche.
  • Lavendelblüten im Kompott oder auf einem Vollkornbrötchen mit etwas Butter können sogar Ängste abbauen helfen.
  • Thymian-Blüten im Honig als Brotaufstrich reinigen und stärken die Bronchien.
  • Baldrianblüten werden in Belgien für heiße Tage und für anstrengende geistige Arbeit eingesetzt: 2 gehäufte Esslöffel frischer Baldrian-Blüten werden mit  einigen Zitronenscheiben für 3 Stunden in eine Glaskaraffe mit Wasser gelegt.  Man nennt das Getränk Valeriane. Es erfrischt, gibt Kraft und fördert die geistige Fitness.


Verwenden Sie immer nur die Blüten, keine Stiele, keine Blätter. Verwenden Sie keine welken Blüten und waschen Sie sie kurz vor dem Essen sanft in Wasser.

Literatur:

Delikatessen aus Unkräutern: Das Wildpflanzen-Kochbuch. Mit über 200 köstlichen Rezepten von Friedrich Graupe

Der Heilungscode der Natur: Die verborgenen Kräfte von Pflanzen und Tieren entdecken von Clemens G. Arvay

Meine eigene Samengärtnerei von Constanze von Eschbach

Der Biophilia-Effekt: Heilung aus dem Wald von Clemens G. Arvay

Quellen: PublicDomain/heilpraxisnet.de/bankhofer-gesundheitstipps.de am 26.02.2017

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