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Bleiben Sie sicher: 5 Möglichkeiten zum Selbstschutz in der Öffentlichkeit

Wer am gesellschaftlichen Leben teilhat, hat öfter mit Menschen zu tun, die zu tief ins Glas schauen – der eben absolvierte Karneval ist das beste Beispiel. Leider scheint es kaum noch ein größeres Fest zu geben, wo sich nicht irgendjemand danebenbenimmt und die Feierstimmung in Handgreiflichkeiten und Übergriffe umschlägt.

Sensiblere Naturen können da schon mal die Lust am unter Leute gehen verlieren. Doch sollte man sich als friedfertiger Normalbürger zuhause einsperren und damit den Krawallmachern das Feld überlassen?

  1. Pfefferspray: Nur zur Tierabwehr zugelassen

Das Pfefferspray gehört zweifelsohne zu den beliebtesten und bekanntesten Selbstverteidigungswaffen in Deutschland – und das nicht ohne Grund: Das wirksame Spray dient der Abwehr von Angreifern auf kurze oder weite Distanz, ohne grundsätzlich bleibende Schäden zu hinterlassen.

Anwender dürfen aber nicht vergessen, dass Pfefferspray hierzulande grundsätzlich nur zur Tierabwehr zugelassen ist – der Einsatz gegen Menschen ist nur in nachweislicher Notwehr erlaubt.

Darüber hinaus sollte man sich zuvor mit der Konsistenz und dem Sprühverhalten auseinandersetzen: Pfeffersprays sind als Spray, Gel oder Schaum erhältlich und entweder mit einem Strahl- oder mit einem Nebel-Sprühkopf ausgestattet. Pfeffersprays mit Strahl setzen eine bessere Zielgenauigkeit voraus, dafür kann man sie auch auf größere Distanz anwenden.


Nebel-Pfeffersprays sprühen in der Regel nicht besonders weit, dafür eignen sie sich jedoch insbesondere für ungeübte Anwender oder zur Abwehr mehrerer Angreifer. Besonders bei ungünstigem Wind kann es jedoch passieren, dass man den Nebel selbst abbekommt.

Man kann zum Üben spezielle Trainingssprays nutzen, welche dieselbe Konsistenz wie „echtes“ Pfefferspray mitbringen, jedoch ohne Wirkstoff auskommen.

  1. Druckpunktverstärker: Kubotan und Tactical Pen unter der Lupe

Ein Kubotan hat in etwa die Größe eines dicken Stifts und passt damit ideal in die Handfläche. Den Kubotan setzt man als kleinen Schlagstock oder als Druckpunktverstärker ein – durch eine geriffelte Oberfläche liegt der Kubotan noch besser in der Hand.

Teilweise haben die Produkte zudem auch ein angespitztes Ende, mit dem man die Vitalpunkte des Gegners direkt angreifen kann.

Wie funktioniert die Selbstverteidigung mit dem Druckpunktverstärker?

Die dazugehörigen Techniken fokussieren sich häufig auf die Knöchel, den Solarplexus, die Rippen und Gelenke. Mithilfe der Hebelwirkung kann man Körperteile mit dem Kubotan auch überdehnen oder brechen.

Beim Einsatz des Kubotan beschränkt man sich in erster Linie auf die Vitalpunkte des Körpers, wo viele Nervenenden zusammenlaufen und der Körper deshalb besonders verletzlich ist.

Da ein Angriff mancher Punkte jedoch bleibende Schäden hinterlassen oder gar lebensbedrohlich enden kann, sollte man sich im Vorfeld umfassend im Umgang mit einem Kubotan schulen lassen.


  1. Tactical Pens und ihre zusätzlichen Funktionen

Dies gilt auch für den Umgang mit einem Tactical Pen, der nicht nur als Kubotan, sondern auch als Kugelschreiber verwendet werden kann. Manche dieser Produkte halten zudem noch weitere Features bereit, indem sie auch als Universal-Handschellenschlüssel oder als Glasbrecher dienen.

Mit einem integrierten Glasbrecher kann man mit dem Tactical Pen große Kraft auf eine minimale Fläche ausüben, was bei Verkehrsunfällen oder in anderen Notsituationen Leben retten kann.

  1. Selbstverteidigungsschirme – schützen nicht nur vor Regen

Bei einem Selbstverteidigungsschirm handelt es sich um einen funktionsfähigen Regenschirm mit automatischem Öffnungsmechanismus – allerdings schützt dieser Schirm nicht nur vor Wind, Regen und sengender Sonne: Da der Stab des Regenschirms aus speziellem Fiberglas besteht, ist er nahezu bruchsicher und kann damit im Notfall als Verteidigungshilfsmittel eingesetzt werden.

Die Anwendung ähnelt der eines Kubotan – eine Schulung im Vorfeld ist deshalb hier ebenfalls unerlässlich. Darüber hinaus bietet ein Selbstverteidigungsschirm noch einen weiteren, wichtigen Vorteil: Als Alltagsgegenstand unterliegt er keinerlei Vorschriften, wodurch er ohne Aufsehen zu erregen überall transportiert werden kann.

Bei innereuropäischen Flügen, Veranstaltungen, Versammlungen oder eben bei der nächsten Karnevalsfeier ist ein Selbstverteidigungsschirm deshalb ein treuer Begleiter.


  1. Taschenalarm: Schnelle Hilfe ohne großen Aufwand

Hat man nicht die Zeit oder die Möglichkeit, einen Selbstverteidigungskurs zu besuchen, um die Anwendung eines Kubotan, Tactical Pen oder des Selbstverteidigungsschirms zu erlernen, kann man stattdessen vorerst auch zu einem Taschenalarm greifen:

Bei einem Taschenalarmgerät handelt es sich um ein kleines Gerät, das im Notfall durch das Ziehen der Alarmschlaufe oder das Drücken des Knopfes einen lauten Alarm und/oder ein Dauerblitzsignal aktiviert.

Dieser Alarm erregt Aufmerksamkeit, wodurch das Opfer gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen kann: Der Angreifer wird abgeschreckt und auch umstehende Personen oder Anwohner werden auf das Geschehen aufmerksam und greifen womöglich helfend ein.

Nicht nur als schnelle Alternative zur Selbstverteidigungswaffe, sondern auch für Kinder und Senioren ist ein Taschenalarm deshalb eine gute Wahl.

Es stehen also genügend wirkungsvolle und legale Selbstschutzhilfsmittel für Versammlungen oder Veranstaltungen zur Wahl. Sie erfordern zwar keine oder nur wenig Kampfsportkenntnisse, doch ein mindestens grundlegendes Verständnis ihrer Funktionsweise ist Voraussetzung für die erfolgreiche Nutzung.

Finden Sie hier vom Spitzen-Survival-Guide Lars Konarek ausgewählte, geprüfte und empfohlene Artikel.

Literatur:

Krisen-Vorsorge, 1 DVD von Gerhard Spannbauer

Das Prepper-Handbuch: Krisen überleben von Walter Dold

Bushcraft: Survivalwissen Wildpflanzen Europas von Lars Konarek

Überleben in der Natur: Der Survival-Guide für Europa und Nordamerika von Lars Konarek

Quellen: PublicDomain/krisenvorsorge.com am 02.03.2017

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