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Bleiben Sie in Kontakt: 7 Methoden zur Krisenkommunikation

In deutschen Haushalten wurde erzwungenermaßen ein kleiner Ausnahmezustand geprobt: Rund 900.000 Anschlüsse der deutschen Telekom sind von Störungen betroffen, was Ausfälle der Telefonie, des Internets und des Online-Fernsehempfangs nach sich zieht.

Man kann jedoch auch den Fokus auf die positiven Aspekte der Ausfälle legen: Die Proben für den Ernstfall waren noch nie so einfach und praxisnah – denn auch in der Krise ist früher oder später Schluss mit ungetrübtem Empfang.

Wir verraten Ihnen deshalb, welche 7 Methoden sich zur Nachrichtenübermittlung und zur Kontaktaufnahme in der Krise eignen (Krisenvorsorge: Richtiges Verhalten während Naturkatastrophen (Videos)).

Nachrichten erhalten Sie per Radio

In Krisenzeiten hat sich das Radio schon immer als verlässlichstes Nachrichtenmedium erwiesen und auch heute noch kann man sich in vielen Krisenszenarien auf eine verlässliche Berichterstattung per Radio verlassen.

Um stets auf dem Laufenden zu bleiben und sich auch von zu Hause aus über den Verlauf der Krise zu informieren, sollten Sie deshalb nicht auf ein Radio oder auf ein ähnliches Funkmedium verzichten. Hier die 4 besten Möglichkeiten im Detail:

AM/FM / Radio

Die Anschaffung eines herkömmlichen Radios mit Batterie- oder Kurbelbetrieb liegt wohl bei der Krisenvorsorge am nächsten. Beim Kauf sollte nicht nur auf die Energiequelle, sondern auch auf die Antennenleistung geachtet werden.

Eine externe Hochleistungsantenne kann in der Krise Gold wert sein – immerhin werden nicht alle Radiosender in Betrieb sein und der Empfang eines aktiven Senders kann zur Geduldsprobe werden.

Kurzwellen-Radio

Kurzwellen-Radios werden zur Langstrecken-Kommunikation beziehungsweise zum Empfang von Weltnachrichten genutzt. Dies ist möglich, indem die Radiowellen von der Ionosphäre zur Erde reflektiert werden.

Auch hier erweist sich eine externe Kurzwellenantenne als äußerst sinnvoll – trotzdem ist es möglich, dass man einen Sender eine Zeit lang verliert. Die wichtigsten Faktoren für einen guten Kurzwellen-Empfang sind die Bedingungen der Ionosphäre und des Weltraumwetters.

Kurzwellen-Radios sind dabei für Personen geeignet, die Nachrichten außerhalb der betroffenen Gegend erhalten möchten – allerdings eignen sich Kurzwellen-Radios nicht nur zur Übertragung von Stimmen und Musik, sondern auch zur Langstrecken-Kommunikation oder für andere Radio-Services.

CB-Radio

Das CB-Radio beziehungsweise der „Jedermannfunk“ besteht aus 40 verschiedenen Sendern, über die Personen mithilfe von Kurzstrecken-Radiosystemen miteinander kommunizieren können. Diese Systeme werden auch von Truckern verwendet, um über lange Strecken hinweg miteinander zu kommunizieren. Durch externe Hochleistungsantennen kann die Leistung dieser Radios verbessert werden.

PolizeiScanner

Beim Polizei Scanner handelt es sich um einen Radioempfänger, der automatisch zwei oder mehr diskrete Frequenzen einstellen oder scannen kann. Sobald ein Signal auf einer der Frequenzen gefunden wird, stoppt die Suche – sie wird erst wieder fortgeführt, wenn die ursprüngliche Übertragung aufgehört hat.

Bei einem Radio Scanner oder Polizei Scanner handelt es sich dabei allgemein um Kommunikationsempfänger, die für die Überwachung von VHF- und UHF-Radiosystemen konzipiert wurden.

Kommunikation: Wie bleiben Sie mit Freunden und Familie in Kontakt?

In der Krise ist es von großer Wichtigkeit, den Kontakt zur Gruppe nicht zu verlieren – doch nicht nur das: Sicher möchten auch Sie gerade im Katastrophenfall sicherstellen, dass es auch der Familie in der Heimat gut geht, die womöglich mehrere Hundert Kilometer von Ihrem Standort entfernt lebt.

Wenn früher oder später der Handyakku leer, das E-Mail-Postfach nutzlos und die Postkästen überfüllt sind, muss man auf scheinbar längst vergessene Alternativen ausweichen.

Amateurfunk

Eins dazu vorweg: Um als Amateurfunker tätig sein zu dürfen, benötigt man zunächst eine Lizenz. Besitzt man diese, kann man den Amateurfunk beziehungsweise das Amateurradio zur privaten Entspannung, dem nicht-kommerziellen Austausch von Nachrichten, dem kabellosen Experimentieren, der Selbstbildung und selbstverständlich auch zur Notfall-Kommunikation nutzen.

Die meisten Amateurradios halten dabei verlängerte Empfangsmöglichkeiten und viele andere Funktionen bereit. Lagert man also das Radio zusammen mit Solarzellenplatten, Ladereglern, Batterien, Verstärkern und Antennen in einem faradayschen Käfig, können Amateurradios auch in der Krise als zuverlässiges Mittel zur Kommunikation genutzt werden.

Walkie-Talkies

Der Klassiker in der Krise: das Walkie-Talkie. Was sich zunächst nach einem Kinderspielzeug anhören mag, kann in der Krise gerade für die Kommunikation über kürzere Strecken gute Dienste leisten.

Mit einem Walkie-Talkie kann man einfach und unkompliziert auch auf Ausflügen mit der Gruppe in Kontakt bleiben. Möchte man stärkere GMRS-Kanäle zur Kommunikation nutzen, benötigt man allerdings ebenfalls eine Lizenz.

Morse-Codes und Nachrichten

Auch wenn man nur wenig Geld und Mühe in den Nachrichtenempfang während der Krise investieren möchte, muss man nicht auf Kommunikation verzichten: Neben Warnsirenen, Klingeln und Alarmen oder kompletten Multifunktionstools kann man auch Wegmarkierungen, Briefkästen oder handgeschriebene Nachrichten zur Kommunikation mit Freunden und Familienmitgliedern nutzen.

Auch Signalflaggen, Brieftauben oder Fackeln können im Notfall zur Weitergabe von Informationen genutzt werden – ebenso wie Morsezeichen, die man immer und überall nutzen kann. Alle nichtelektronischen Methoden funktionieren natürlich nur über geringe Entfernungen.

Fazit: mit etwas Hintergrundwissen und Vorausplanung muss man auch bei einem Totalausfall der herkömmlichen Telekommunikationswege nicht „auf dem Schlauch stehen“ (Survival in der Krise: Was Sie tun sollten, wenn die Trinkwasserversorgung plötzlich zusammenbricht! (Video)).

Quelle:Pravda-tv

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